So läuft eine Untersuchung ab
Wenn du weißt, was auf dich zukommt, kannst du ganz entspannt sein
- Zu Hause noch kannst du dich ganz normal duschen oder waschen. In der Scheidengegend am besten nur mit klarem Wasser. Waschlotionen und Seife zerstören den sensiblen Schutzmantel der Haut dort.
- Vor der Untersuchung kannst du dich im Untersuchungszimmer (meist verdeckt hinter einem Vorhang) ausziehen. Dort gibt es immer eine Möglichkeit, dies diskret zu tun. Wenn du z.B. ein Kleid oder einen weiten Rock anhast, brauchst du einfach nur deinen Slip auszuziehen. Sonst nichts.
- Für die Untersuchung ziehst du dann einfach nur den Rock hoch. Gerade bei den ersten Malen fühlt man sich dann nicht so nackt.
- Wenn du dich dabei nicht wohl fühlst, hilft es dir vielleicht, wenn du dir bewusst machst, dass die Ärztin/der Arzt das jeden Tag viele Male macht. Es ist völlig normal für sie/ihn.
- Damit die Ärztin/der Arzt dich untersuchen kann, setzt du dich nun auf den Untersuchungsstuhl. Am besten lehnst du dich zurück und legst deine Waden auf die rechts und links angebrachten Stützen.
- Wenn es dir schwer fällt, dich zu entspannen, versuch an etwas anderes zu denken. Und vergiss das Atmen nicht!
- Die Ärztin/Der Arzt wird dir vor jedem Handgriff erklären, was er jetzt macht. Sobald dir etwas wehtut oder unangenehm ist, sag ihr/ihm sofort Bescheid. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei und du kannst dich wieder anziehen.
- Falls die Brust noch untersucht werden muss, ziehst du dir ‚untenrum‘ wieder etwas über und machst dich dann ‚obenrum‘ frei. So stehst du nie ganz nackt da.
- Die Ärztin/Der Arzt tastet dann deine Brüste systematisch nach Knötchen und verdächtigen Veränderungen ab. Sehr gut ist es, wenn du deine Brüste selber regelmäßig untersuchst; denn niemand kennt sie so gut wie du und kann deshalb frühzeitig Veränderungen bemerken.
- Auch diese Untersuchung ist schnell vorüber und du kannst dich wieder ganz anziehen.
Die Ärztin/Der Arzt benutzt auch Geräte für die Untersuchung
Per Ultraschall werden die inneren Geschlechtsorgane gecheckt. Das tut überhaupt nicht weh: mit einer Art glattem, dickem Kunststoffstift fährt die Ärztin/der Arzt außen über deine Bauchdecke. Damit das Untersuchungsgerät gut darauf gleitet und die entstehende Wärme abgeleitet wird, bekommst du ein durchsichtiges Gel auf den Bauch. Das fühlt sich ein bisschen glibberig-kühl an. Auf einem Bildschirm kannst du dann mitverfolgen, wie das Gerät durch deine Bauchdecke ‚schaut‘. Die Ärztin/Der Arzt kann es auch in die Scheide einführen und von innen deine Organe ansehen. Wenn du noch keinen Geschlechtsverkehr hattest, macht sie/er das meist nicht, damit dein Jungfernhäutchen nicht verletzt wird.
Anschließend nimmt sie/er das Spekulum, eine Art Röhrchen mit einer Spiegelvorrichtung, und führt es vorsichtig in die Scheide ein. Damit kann sie/er die Innenwand der Scheide und den Gebärmutterhals anschauen. Auch das macht sie/er routiniert schnell und schmerzfrei und zieht es wieder heraus.
Als letztes tastet die Frauenärztin/der Frauenarzt noch deine Geschlechtsorgane durch die Bauchdecke ab. Das drückt ein bisschen. Wenn es dir weh tut, gib ihr/ihm sofort Bescheid.

