Das hormonhaltige Verhütungspflaster
Schutz vor Schwangerschaft zum Aufkleben

Das hormonhaltige Verhütungspflaster ist ein hautfarbenes, 20 cm2 großes Pflaster zum Aufkleben auf die Haut, das aus drei Schichten besteht.
Es enthält, wie die Pille und der hormonhaltige Vaginalring, die beiden Hormone Östrogen und Gestagen.
Wie wirkt das hormonhaltige Verhütungspflaster?
Beim hormonhaltigen Verhütungspflaster werden die beiden Hormone Östrogen und Gestagen über die Haut (in den Körper) aufgenommen. Dadurch wird die Freigabe der Eizelle aus den Eierstöcken (Eisprung) verhindert. Außerdem bleibt die Verflüssigung des Schleims im Gebärmutterhals aus, die normalerweise um die Zeit des Eisprungs eintritt. So können Samenfäden gar nicht erst in die Gebärmutter eindringen. Zum anderen kommt es durch die Wirkung des Gestagens zu einem ungenügenden Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
Wie zuverlässig ist das hormonhaltige Verhütungspflaster?
Das hormonhaltige Verhütungspflaster ist eine zuverlässige Verhütungsmethode. Im Schnitt treten 6 ungewollte Schwangerschaften pro Jahr bei 1.000 Anwenderinnen auf, wenn man sich an die empfohlenen Richtlinien zur Anwendung hält.
Wie ist das hormonhaltige Verhütungspflaster anzuwenden?
Das hormonhaltige Verhütungspflaster soll auf saubere, trockene, unbehaarte und gesunde Hautstellen an Gesäß, Bauch, Außenseite des Oberarms oder Oberkörpers in Bereichen, in denen es nicht durch zu enge Kleidung zur Reibung kommt, aufgeklebt werden. Es verbleibt für 7 Tage am Körper und wird dann durch ein Neues ersetzt. Dieses wird dann ebenfalls nach einer Woche wieder gegen ein Neues getauscht.
Die vierte Woche ist pflasterfrei.
Um die Hafteigenschaften des hormonhaltigen Verhütungspflasters nicht zu beeinträchtigen, soll auf dem Hautareal, auf dem das Pflaster klebt oder in Kürze aufgeklebt werden soll, weder Make-up noch Cremes, Lotionen oder Puder aufgebracht werden. Um sicherzustellen, dass das Pflaster noch fest anhaftet, wird eine tägliche Kontrolle empfohlen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Es kann zu hormonbedingten Nebenwirkungen wie z.B. Brustbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. Außerdem treten häufig Reaktionen an der Klebestelle auf. Da das hormonhaltige Verhütungspflaster die gleichen Hormone wie die Kombinationspille enthält, gelten für diese Verhütungsmethode auch die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, Kontraindikationen und Warnhinweise. Die Anwendung jedes kombinierten hormonellen Kontrazeptivums, einschließlich des Verhütungspflasters, trägt ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie) im Vergleich zur Nicht-Anwendung (Kombinationspille).
Was passiert, wenn sich das hormonhaltige Verhütungspflaster ablöst?
Falls sich das Verhütungspflaster ganz oder teilweise vor dem Ende der vorgeschriebenen Klebezeit ablöst, ist ein Empfängnisschutz nicht mehr gegeben, sofern das Pflaster nicht innerhalb eines Tages (bis zu 24 Stunden) an derselben Stelle wieder aufgeklebt wird oder durch ein neues Pflaster ersetzt wird. Klebt ein Pflaster 24 Stunden oder länger nicht, weil es sich ganz oder teilweise abgelöst hat, sollte sofort ein neues Pflaster geklebt und in den nächsten 7 Tagen zusätzlich ein nicht-hormonelles Verhütungsmittel (z.B. Kondom) verwendet werden. In den folgenden zwei Wochen wird jeweils wieder ein Pflaster geklebt und die vierte Woche ist pflasterfrei.
Wie bekommt man das hormonhaltige Verhütungspflaster?
Das hormonhaltige Verhütungspflaster ist rezeptpflichtig und muss deshalb von der Ärztin/vom Arzt verschrieben werden und ist in der Apotheke gegen Vorlage des Rezeptes erhältlich.





