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Das Hormonimplantat

„Eingebauter“ Schutz vor Schwangerschaft

Beim Hormonimplantat handelt es sich um ein 4 cm langes und 2 mm dickes Stäbchen, das auf der Innenseite des Oberarms unter die Haut eingelegt wird. Die Einlage des Implantates erfolgt unter lokaler Betäubung mittels einer kleinen Operation. Das Stäbchen enthält ein Hormondepot, aus dem ein dem Gelbkörperhormon ähnliches Gestagen in den Körper abgegeben wird.

Wie wirkt das Hormonimplantat?
Aus dem Hormondepot im Stäbchen gelangen für 3 Jahre bestimmte Mengen des Gestagens in den Körper und weiter ins Blut. Dadurch wird, ähnlich wie bei der Pille, der Eisprung gehemmt. Zusätzlich wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt und die Gebärmutterschleimhaut nur unvollständig aufgebaut.

Wie zuverlässig ist das Hormonimplantat?
Das Hormonimplantat hat eine sehr hohe Zuverlässigkeit; der Pearl-Index liegt etwa wie bei der Pille bei 0,1.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Es kann zu hormonbedingten Nebenwirkungen wie Akne, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme und Spannungsgefühl in der Brust kommen. Eine Narbenbildung ist möglich. Unregelmäßige Blutungen sind häufig.

Wie und wo ist das Hormonimplantat erhältlich?
Das Hormonimplantat wird von der Frauenärztin/dem Frauenarzt nach eingehender Untersuchung und Beratung eingelegt. Fast alle Ärztinnen/Ärzte haben das Hormonimplantat in ihrer Ordination vorrätig. Die Einlage erfolgt zwischen dem 1. bis 5. Tag der Monatsblutung.

Wird der Zyklus durch das Hormonimplantat unregelmäßig?
Häufig beeinflusst das Hormonimplantat die Monatsblutung: sie kann sehr schwach bis schwächer als normal sein. Bei einem Drittel der Frauen verändert sich die Stärke der Blutung nicht. Die Blutung kann aber auch ganz ausbleiben (25 Prozent). Häufiger kommen unregelmäßige Blutungen vor.

Muss man regelmäßig zur Frauenärztin/zum Frauenarzt gehen?
Die Häufigkeit und Art der Folgeuntersuchungen sollten individuell vereinbart werden. Gynäkologische Kontrolluntersuchungen sind alle 6-12 Monate durchzuführen.

Was ist, wenn man trotz Hormonimplantat schwanger wird?
Es kommt extrem selten vor, dass trotz des Hormonimplantates eine Schwangerschaft auftritt. Tritt sie dennoch auf, muss das Hormonimplantat entfernt werden.

Leidet die Empfängnisfähigkeit nach dem Hormonimplantat?
Sobald wieder ein Eisprung nach Entfernen des Hormonimplantates auftritt, besteht die Möglichkeit schwanger zu werden.

Wann ist das Hormonimplantat nicht zu empfehlen?
Auch beim Hormonimplantat gibt es einige Gründe, warum die Anwendung nicht erfolgen sollte:

  • Wenn Sie eine Thrombose haben. Bei einer Thrombose handelt es sich um die Bildung eines Blutgerinnsels z. B. in den Beinen (tiefe venöse Thrombose) oder in den Lungen (Lungenembolie).
  • Wenn Sie Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder der Augäpfel) oder eine schwere Lebererkrankung haben.
  • Wenn Sie eine Form von Krebs haben, der unter dem Einfluss von Sexualhormonen wächst.
  • Wenn Sie nicht abgeklärte vaginale Blutungen haben.
  • Wenn Sie gegen einen der Bestandteile des Homonimplantats allergisch sind.

Wann muss das Hormonimplantat von der Ärztin/dem Arzt wieder entfernt werden?
Das Hormonimplantat ist 3 Jahre wirksam. Danach muss es gewechselt werden. Zur Entfernung des Implantates ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig. Danach ist, sobald sich der natürliche Zyklus wieder eingestellt hat, eine Schwangerschaft möglich. Wie lange es dauert, bis der Eisprung wieder einsetzt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. In manchen Fällen kann es bei der Entfernung des Implantates Komplikationen geben, z.B. wenn sich um das Implantat eine Kapsel aus Bindegewebe gebildet hat oder wenn es sich an eine andere Stelle verlagert hat. Außerdem besteht das Risiko der Narbenbildung.

Welche zusätzlichen Vorteile hat das Hormonimplantat?
Die Dauer und Stärke der Monatsblutung geht mit der Zeit zurück. Eine durch die Blutung ausgelöste Blutarmut verschwindet. Regelbeschwerden gehen zurück. Bei 25 Prozent der Frauen bleibt die Monatsblutung ganz aus.


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