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Die 3-Monatsspritze

Nur alle drei Monate an Verhütung denken

Bei der 3-Monatsspritze handelt es sich um ein Hormondepot, das unter die Haut gespritzt wird und aus dem geringste Mengen Hormon ins Blut abgegeben werden.

Wie wirkt die 3-Monatsspritze?
Aus dem Hormondepot werden 3 Monate ständig kleine Wirkstoffmengen in den Körper freigesetzt. Dieses Hormon, ein Gestagen, bewirkt, dass die Eierstöcke keine Eizellen produzieren und damit kein Eisprung stattfindet. Zusätzlich bleibt die Verflüssigung des Schleimes im Gebärmutterhals aus, sodass die Samenfäden nicht in die Gebärmutter eindringen können. Außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut schwächer aufgebaut.

Wie zuverlässig ist die die 3-Monatsspritze?
Die 3-Monatsspritze ist eine sehr zuverlässige Verhütungsmethode immer vorausgesetzt, man hält sich wirklich an die vierteljährlichen Injektionsintervalle. Am besten ist, man vereinbart am Tag der Injektion gleich den neuen Termin für 3 Monate später und notiert ihn im Kalender.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Bei manchen Frauen führt die 3-Monatsspritze zur Gewichtszunahme, selten auch zu Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Depressionen, Schwindel oder Nervosität. Es können ähnliche Veränderungen auftreten, wie sie oft vor der Monatsblutung erlebt werden. Auch eine Abnahme der Knochenmasse ist möglich. Häufig treten auch Zwischenblutungen auf.

Wie und wo bekommt man die 3-Monatsspritze?
Diese Verhütungsmethode wird von der Ärztin/dem Arzt verabreicht und ist in der Regel in der gynäkologischen Ordination vorrätig.

Wird der Zyklus durch die 3-Monatsspritze unregelmäßig?
Die Monatsblutung schwächt sich nach ein paar Monaten ab und kann später sogar ganz ausbleiben. In der ersten Zeit der Anwendung können zusätzlich unregelmäßige und unvorhergesehene Blutungen (Schmierblutungen) auftreten.

Muss man regelmäßig zur Frauenärztin/zum Frauenarzt gehen?
Die Häufigkeit und Art der Kontrolluntersuchungen sollten individuell vereinbart werden. Sie werden im Allgemeinen alle 6-12 Monate durchgeführt.

Leidet die Empfängnisfähigkeit nach der 3-Monatsspritze?
Unabhängig davon, wie lange diese Methode verwendet wird, kann der normale Zyklus erst wieder nach einigen Monaten einsetzen. Dies kann bis zu 18 Monaten dauern.

Wann ist die 3-Monatsspritze nicht zu empfehlen?
Auch bei der 3-Monatsspritze gibt es einige Gründe, warum die Anwendung nicht erfolgen sollte:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der Bestandteile der 3-Monatsspritze sind
  • wenn Sie glauben, schwanger zu sein
  • wenn Sie Scheidenblutungen ungeklärter Ursache haben
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Leber leiden
  • wenn Sie in der Vergangenheit bereits an Brustkrebs oder Krebs der Geschlechtsorgane erkrankt waren oder bei Ihnen ein solcher Verdacht besteht
  • wenn bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Beinvene aufgetreten ist (eine so genannte „tiefe Venenthrombose“) oder ein Blutgerinnsel, das zu Ihrer Lunge oder einem anderen Körperteil gewandert ist (ein so genannter „Embolus“)
  • wenn Sie Probleme mit dem Kreislauf (z. B. beim Laufen Schmerzen in den Beinen oder der Brust) oder mit einer zu schnellen Blutgerinnung (Thrombose oder Embolie) haben
  • wenn Sie Probleme mit dem Stoffwechsel in Ihren Knochen haben
  • wenn Sie an einer Krankeit leiden oder gelitten haben, die die Blutgefäße in Ihrem Gehirn beinträchtigt.

Welche zusätzlichen Vorteile hat die 3-Monatsspritze?
Dauer und Stärke der Monatsblutungen gehen zurück. Bei einigen Frauen bleibt die Blutung ganz aus. Diese Methode kann zur Verhütung auch während der Stillzeit verwendet werden, da weder Menge noch Zusammensetzung der Muttermilch sich verändern und das Hormon keinen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben soll.


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